Massagen sind Heilung für den Körper und Balsam für die Seele. Sie lassen Verspannungen verschwinden, lösen Blockaden, machen uns ausgeglichen und glücklich. Es gibt unzählige Arten der Massage, doch ihnen allen ist gemein, dass sie durch spezielle Arten der Berührung auf unser physisches und psychisches Gleichgewicht Wirkung nehmen, uns entspannen und sogar Erkrankungen lindern und heilen können.

Indikation und Kontraindikation von Massagen
Die klassische Massage wird bei bestimmten Indikationen angewandt. Dazu gehören vor allem Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Wirbelsäulen-Syndrome und posttraumatische Veränderungen. Bei einigen Kontraindikationen kann nicht massiert werden, zudem gibt es gewisse Grenzen für die Anwendung.

Die Indikationen für Massage
Erkrankungen der inneren Organe können sich an Haut und Muskeln zeigen. In diesen Fällen ist eine Massage indiziert. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Neurologie, die Neuralgien (Nervenschmerzen), Spastiken, Sensibilitätsstörungen und Paresen (Lähmungen) mittels Massage behandelt. Auch psychosomatische, auf Stress beruhende Krankheitsbilder mit Symptomen im Blutkreislauf und im Herzen sind durch Massagen gut zu heilen.

Das bekannteste und gleichzeitig am breitesten gefächerte Symptom, welches Massagebehandlungen indiziert, ist die Verspannung. Hierbei wirken Glieder und Muskeln schlecht zusammen und beeinträchtigen damit den Muskeltonus. Ein Hypertonus, die andauernde Anspannung von Muskelgruppen, wirkt sehr schmerzhaft und kann durch Massage gelöst werden. Die Ursachen liegen in einseitiger Belastung und/oder falscher Körperhaltung bei gleichzeitigem Stress. Stress kann auch autonom einen Hypertonus auslösen. Das erste Symptom ist meist die Verspannung der Nackenmuskeln mit Nacken- und Kopfschmerzen, nachfolgend Rückenverspannungen und Schmerzen in den Bandscheiben. Sitzfehlhaltungen tragen dazu bei, sehr angestrengt arbeitende Büroangestellte können davon betroffen sein. Auch sozialer oder finanzieller Stress, der Verlust von nahestehenden Menschen oder schwere psychische Traumata wie Unfälle oder Gewalt lösen starke Verspannungen aus.

Eine weitere Indikation für Massagen ist das Wirbelsäulensyndrom. Es ist eine unspezifische Erkrankung, die durch Schmerzen in der Wirbelsäule bestimmt ist. Auch dieses Syndrom kann durch Muskelverspannungen ausgelöst werden, man vermutet in jüngster Zeit ebenfalls Traumata, wobei Massagen die Psychotherapie ergänzen können.

Kontraindikationen und Grenzen
Akute Entzündungen kontraindizieren Massagen. Das sind Gefäßerkrankungen,  auch Fieber belastet den Körper zu sehr. Sollte der Patient Hauterkrankungen haben, können Massagen diese verschlechtern, Keime können zudem verschleppt werden und den Therapeuten anstecken. Verletztes Gewebe sollte nicht massiert werden. Arteriosklerose und Osteoporose kontraindizieren ebenfalls. Massage ist zudem kein Allheilmittel gegen alle Krankheiten. Grenzen ergeben sich außerdem durch die Haltung von Patienten gegenüber körperlichen Berührungen. Normalerweise werden diese nicht ohne Weiteres zugelassen, ohne zur betreffenden Person  ein entsprechendes Vertrauensverhältnis aufgebaut zu haben. Daneben können spezielle Ängste wegen erlittener Verletzungen oder anderer Schmerzen die Behandlung erschweren.